St. Johannis Lüneburg





Joseph Haydns Oratorium DIE SCHÖPFUNG entstand zwischen 1796 und 1798. Das dreiteilige Werk beschreibt zunächst im zwei Teilen die sechs Schöpfungstage, musikalisch eindrucksvoll beginnend mit dem „Chaos“ und endend mit dem Menschen – dem „König der Natur“. Haydns Musik ist hell und strahlend, bildgewaltig in der Ausgestaltung der Naturschilderung und erfüllt von tiefer Bewunderung. Sie lässt die romantische Sehnsucht nach dem „Natürlichen“ anklingen und feiert Ordnung und Sinn, Erhabenheit und Größe.

 

Zwischen die einzelnen Schöpfungstage wird zeitgenössische Musik von Max Richter montiert: SHADOWS heißen diese Stücke, die wie Gegenpole zu der Musik von Haydn treten. Die SHADOWS laden zum genauen hinhören ein, zum hinterfragen und zweifeln. Sie öffnen eine neue Dimension. Mit den Mitteln des Theaters, Tanz und Gesang, Licht und Video, werden wir versuchen, Bilder zu schaffen, die sowohl die Schönheit sichtbar machen als auch die Abgründe, die das Agieren des Menschen in diesem Wunder Erde erfahrbar machen und die zum Nachdenken anregen können. Und nicht zuletzt soll die Kirche insgesamt zur „Bühne“ werden, nicht nur zum Ort des Erzählens, sondern selbst zur Erzählenden.

 

Neben den drei Gesangssolist:innen Signe Heiberg, Zander de Jong und Kay Stiefermann wirken die Tänzerinnen Rhea Gubler und Irene La Monaca mit, dazu der Motettenchor St. Johannis und die Lüneburger Symphoniker. Die musikalische Leitung hat Joachim Vogelsänger, die szenische Einrichtung übernimmt Friedrich von Mansberg. Jeweils eine halbe Stunde vor Beginn der Vorstellung wird es eine Einführung in der Kirche geben. Ergänzt wird das Projekt durch eine Ausstellung des Zukunftsrats, die in den Seitenschiffen zu sehen sein wird.



Digitale Orgelführung

Digitale Kirchenführung




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